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Die Magie der Rauhnächte

Die Magie der Rauhnächte

Heute ist der 24. Dezember. Die Menschen kommen allmählich zur Ruhe und freuen sich darauf, Weihnachten im Kreise der Liebsten zu feiern. Auch ich freue mich auf die ruhigen und schönen Weihnachtsfeiertage mit der Familie. Und ich freue mich auch noch auf etwas anderes: Auf die Rauhnächte. 

Die Rauhnächte beginnen in der Nacht vom 24. Dezember auf den 25. Dezember und dauern zwölf Nächte lang an, bis zum 6. Januar. Die Rauhnächte hängen vermutlich mit dem germanischen Mondjahr zusammen. Bevor man das Sonnenjahr einführte, galt das Mondjahr, das nur 354 Tage hatte und elf Tage und zwölf Nächte kürzer ist als das Sonnenjahr. Da das Mondjahr zu ungenau war, versuchten die Römer dieses an das Sonnenjahr anzupassen. Die übrigen elf Tage und zwölf Nächte sind unsere heutigen Rauhnächte.

Der Name „Rauhnacht“ oder „Raunacht“ kommt von „Rauchnacht“, also vom Räuchern. Das Räuchern mit Kräutern sollte früher die Geister und Dämonen vertreiben. Ich selbst liebe es zu räuchern, einfach wegen der Atmosphäre, des Geruchs und der Stimmung.

Das Räuchern wirkt entspannend und harmonisierend. Das Ausräuchern des Hauses oder der Wohnung mit weißem Salbei in den Rauhnächten gehört für mich dazu. Unabhängig davon ob man daran glaubt, dass Energien, die sich in den Wohnräumen angestaut haben, durch das Räuchern gelöst werden oder nicht, macht das Räuchern immer eine sehr schöne und klare Luft danach und es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Viren und Bakterien, die in der Luft waren, nach dem Räuchern mit weißem Salbei nicht mehr vorhanden sind. Die Luftreiniger, wie sie durch Corona unter anderem in vielen Büro- und Klassenräumen aufgestellt wurden, sind nachweislich weniger wirksam als das Räuchern mit weißem Salbei. 

Bereits unsere Vorfahren, die Kelten und Germanen, zelebrierten die Rauhnächte, lange vor der Christianisierung, mit ganz unterschiedlichen Ritualen. Je nach Region unterscheiden sich die Bräuche und Rituale. Im folgende stelle ich ein paar Rituale vor: 

 

Heiraten 

"In manchen Gegenden in den Alpen rufen heiratslustige Mädchen in der Christnacht dreimal die laute Frage hinaus, was für einen Mann sie bekommen werden. Aus dem folgenden Schalle schließen sie auf die Zukunft. Ein Schuss kündet einen Jäger, ein daher fahrenden Wagen einen Fuhrmann, ein knarrendes Tor einen Bauern als Zukünftigen." (Leeb, 1900).

 

Wäsche waschen

Hierzulande sagt man, es solle während der Rauhnächte keine Wäsche gewaschen werden. Woher dieser Brauch kommt, ist nicht ganz sicher. Es gibt zwei Theorien:

Theorie 1: Die Wilde Jagd. Diese findet in dieser Zeit vor allem in den Alpen statt. Wikipedia schreibt dazu: "Die Wilde Jagd [...] ist die deutsche Bezeichnung für eine in vielen Teilen Europas verbreitete Volkssage, die sich zumeist auf eine Gruppe von übernatürlichen Jägern bezieht, die über den Himmel jagen. Die Sichtung der Jagd konnte je nach Region verschiedene Folgen haben. Einerseits galt sie als Vorbote für Katastrophen wie Kriege, Dürren oder Krankheiten, aber sie konnte auch auf den Tod desjenigen verweisen, der ihr Zeuge wurde. Zudem gibt es auch Versionen, in denen Zeugen Teil der Jagd wurden oder die Seelen von Schlafenden mitgezogen wurden, um an der Jagd teilzunehmen."

Damit sich die Teilnehmer der Wilden Jagd nicht in der Wäsche verfangen konnten, wurde diese während den Rauhnächten nicht hinaus gehängt. Es könnte ja sein, dass sie die Geister und Dämonen in der Wäsche verfangen und dann mit dieser ins Haus geholt wurden, was Tod und Unheil im kommenden Jahr zur Folge hätten haben können.

Theorie 2: Diese Theorie steht mit Frau Holle in Zusammenhang. Während Frau Holle den Rest des Jahres darauf erpicht ist, dass die Menschen fleißig arbeiten, so verlangt sie von ihnen in den Rauhnächten das Gegenteil, nämlich, dass sie die Arbeit ruhen lassen, in sich gehen und ihr Leben überdenken. 

Die zweite Theorie gefällt mir persönlich sehr gut und unterstreicht das, wofür die zwölf Nächte bei mir stehen: Zur Ruhe kommen und Kräfte und Ideen für das neue Jahr sammeln. In den Rauhnächten reflektiere ich das vergangene Jahr, reflektiere mich selbst und mein Tun und Denken und überlege, was ich vom alten Jahr loslassen möchte, um dann meine Gedanken und Werte auf das kommende Jahr zu richten. Was wünsche ich mir vom neuen Jahr, welche Menschen will ich anziehen, ist es vielleicht Zeit für eine Veränderung, wie kann diese aussehen? Es geht darum, sich zurück zu ziehen, in die Stille zu gehen, so wie uns die Natur es vormacht: Pflanzen und Tiere sind im Winterschlaf und sammeln ihre Kräfte für das Erwachen im Frühjahr.

 

13 Wünsche für das neue Jahr

Das hierzulande am häufigsten praktizierte Ritual ist das Ritual mit den 13 Wünschen. Am 24.Dezember schreibt man auf 13 Zettel je einen Wunsch, was man sich vom Universum für das neue Jahr wünscht. Die Zettel werden gefaltet und in ein Gefäß gegeben. In jeder Rauhnacht wird ein Zettel gezogen und feierlich dem Feuer übergeben. Der Wunsch steigt mit dem Rauch ins Universum, um dann im neuen Jahr in Erfüllung zu gehen. Um den 13. Wunsch, der am 6. Januar übrig bleibt, darf man sich selbst kümmern.

 

Den Samen für das neue Jahr säen

In den Rauhnächten wird der Samen für das neue Jahr ausgebracht. Auch ein schönes Ritual ist es zum Beispiel, Saatgut auszusäen und jedes Samenkorn steht dabei für etwas Schönes / einen Wunsch im neuen Jahr.

 

Die Tore zur Anderswelt

Die Tore / Schleier zur Andeswelt: Man sagt, dass die Tore oder der Schleider in die Anderswelt in der Zeit der Rauhnächte offen / dünner sind. Der Gedanke, der heute dahinter steckt, ist das Andenken an die Ahnen und ihnen Dankbarkeit zu zeigen. Ebenso geht es um Vergebung, falls noch ein Konflikt zwischen einem selbst und einem Verstorbenen stand und um das Loslassen.  

 

Krach und Lärm an Silvester

Silvester: Das Abfeuern von Raketen und Böllern ist ein Brauch, der aus der Zeit der Kelten und Germanen stammt. Durch den Lärm wollte man die Geister vertreiben.

 

Das Rauhachtstagebuch

Sehr schön ist es übrigens auch, ein Rauhnachts-Tagebuch zu führen. Jede Rauhnacht steht für einen Monat im kommenden Jahr: Die erste Rauhnacht vom 24. Auf den 25. Dezember steht für Januar, die zweite für den Februar und so weiter. Es ist sehr spannend, wenn man seine Tageseindrücke, die Stimmung, die Träume, die Begegnungen, das Wetter im Rauhnachts-Tagebuch festhält und dann im kommenden Jahr zu Beginn oder am Ende des jeweiligen Montags nachließt, um zu schauen, welche Parallelen es gibt.

 

Ich wünsche Dir ruhige und besinnliche Rauhnächte. 


Autor

Über die Autorin

Mein Name ist Christina Dann.

Ich bin Personal Fitness Trainerin mit TÜV-Rheinland geprüfter Qualifikation und geprüfte Psychologische Beraterin. Ich liebe Herausforderungen!

Seit 2013 unterstütze ich Menschen dabei, sich wieder wohl in ihrer Haut zu fühlen.

Krankheiten, Übergewicht und Schmerzen sind immer die Folge davon, wenn etwas aus der Ordnung geraten ist. Mein Konzept der Ordnungstherapie hilft Dir, wieder Ordnung in Deinem Körper herzustellen.

Meine Stärke ist es, die Herausforderungen meiner Kunden wie einzelne Puzzleteile zu betrachten und zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen zu fügen.

Dank meiner Erfahrung, meiner Qualifikationen und meines Talents Zusammenhänge zu erkennen, gelingt es mir immer, meine Kunden weiterzubringen.

Auch Dich.

 

  • Personal Fitness Trainerin mit TÜV-Rheinland geprüfter Qualifikation
  • Geprüfte Psychologische Beraterin (VFP)
  • Sport- und Fitnesskauffrau
  • Ernährungsberaterin
  • Atem- und Meditationstrainerin
  • Gehirnfitness Trainerin
  • Faszien Trainerin
  • Biokinematik Trainerin
  • Functional Training Trainerin
  • Energetische Heilerin
  • Autorin, Coach, Speaker

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